Wie geht es Pasewalker Schülern im Lockdown?

Von Johanna Horak

Das Lernen und digitaler Unterricht von zu Hause sind für Schüler schon lange keine Gründe zum Jubeln mehr. Der Schülersprecher des Oskar-Picht-Gymnasiums in Pasewalk und sein Stellvertreter haben erzählt, wie es ihnen im HomeSchooling ergeht.

2021 26 01 lockdown

Pasewalk. Als vor knapp einem Jahr der erste Lockdown von der Regierung angekündigt wurde, hatte sich Maximilian Ranz zunächst über schulfrei gefreut. Nach einiger Zeit aber habe der Schülersprecher des Pasewalker Oskar-Picht-Gymnasiums gemerkt, dass die kommenden Monate härter werden könnten, als zunächst von ihm angenommen.

„Beim Home-Schooling gab es am Anfang viele technische Probleme“, erinnert sich der 16-Jährige. Das bestätigt auch Jakob Kelichhaus, der stellvertretende Schülersprecher des Pasewalker Gymnasiums. „Der Einstieg war holprig. Schüler und Lehrer mussten sich erst mal einfinden.“ Zudem sei erschwerend hinzugekommen, dass nicht alle Schüler geeignete Technik und Endgeräte zur Verfügung hatten.

Dieses Problem sei aber mittlerweile durch Tablets gelöst, so der 15-Jährige weiter. „Die Schule hat nun Ipads zur Verfügung, die sie bei Bedarf ausgeben kann.“ Ein Wechsel zur digitalen Lernplattform „LearningView“ habe dann die restlichen Probleme aus der Welt schaffen können. „Diese Plattform funktioniert sehr gut und ist mit einem Chatsystem ausgestattet, das ist gut um schnelles Feedback zu erhalten“, so Maximilian Ranz.

Die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern erfolge meist mittels Chat, ab und an werde auch telefoniert, manchmal sogar per Videoübertragung miteinander gesprochen, erzählt er. Er betont außerdem, dass die Arbeit der Lehrer mehr wertgeschätzt werden solle. „Sie lassen sich viele kreative Lösungen einfallen“, so der 16-Jährige.

Einen Ersatz für den Präsenzunterricht sehen die beiden Schüler im HomeSchooling dennoch nicht. „Präsenzunterricht ist besser, um Inhalte zu vermitteln. Man kann direkt beim Lehrer nachfragen“, meint Maximilian. Außerdem, so der Schülersprecher weiter, habe das Sitzen im Unterricht eine eigene Atmosphäre. Er könne sich dadurch zum Beispiel besser konzentrieren. Außerdem würden ihm auch die sozialen Kontakte fehlen, ergänzt er.

Doch die Zeit des Lernens zu Hause hat den beiden Schülern auch beigebracht, selbstständiger zu arbeiten, erzählen sie. „In der Schule fragt man mehr nach, das geht so in der Form jetzt nicht mehr“, erklärt Maximilian Ranz. Diese verbesserte Fähigkeit sieht er als gute Vorbereitung für die Uni, wenngleich der 16-Jährige noch nicht genau weiß, wo es beruflich einmal hingehen soll.

Dass die Zeit zu Hause dann bei den Abiturprüfungen zum Nachteil werden könnte, glaubt Maximilian Ranz nicht. „Ich denke, wenn man fleißig seine Aufgaben macht, dann wird man das auch schaffen“, so der Zehntklässler.

Eine etwas andere Meinung dazu hat sein Stellvertreter Jakob Kelichhaus. „Ich denke, dass es nicht förderlich ist, wenn das HomeSchooling zu lange geht und ich glaube, dass es negative Auswirkungen, beispielsweise in Form von Wissenslücken haben könnte“, sagt er. Doch letztlich liege die Eigenverantwortung bei jedem Einzelnen, den Schulstoff abzuarbeiten.

Trotz allem wünschen sich die beiden Schüler des Oskar-Picht-Gymnasiums schnellstmögliche eine Rückkehr zum Präsenzunterricht. „Ich wünsche mir, dass die Regierung versucht, die Schulen und Kitas so lange wie möglich offen zu halten und probiert, einen Wechsel aus HomeSchooling und Präsenzunterricht zu ermöglichen“, sagt Jakob Kelichhaus.

Seiner Meinung nach habe die Pandemie zudem deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden müsse.

 
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